Geschichte

Biersdorf

Ein Blick in die Vergangenheit des Bergarbeiterdorfes mit Daten und Fakten

Diese Chronik wurde durch Friedrich Stolz
zusammengetragen und zur Verfügung gestellt.

Hierfür unser bester Dank.

Als 1969 die Ortsgemeinde Biersdorf, urkundlich schon 1344 nachgewiesen, durch ein Gesetz der Rheinlandpfälzischen Landesregierung in der Ortsgemeinde Daaden eingemeindet wurde, verlor der Ort seine kommunale Selbständigkeit. Die 1994 gefeierte 650 – Jahrfeier war Veranlassung dazu, Daten und Fakten aus der Geschichte des Dorfes zusammenzutragen. Dies ist heute noch so.

Der Leiter des Hauptstaatsarschiv, Hellmuth Gensicke, Wiesbaden, hat in einem ausführlichen Schriftsatz, Anfang 1994 erneut bestätigt, dass Biersdorf im „Mannbuch“, derer von „Bicken“ aus Anno 1344 erwähnt wird. Hier erscheint der Ortsname mit „Birstorff“.

1344
Biersdorf wird in den Annalen der Geschichte erstmalig erwähnt. Biersdorfer Bürger werden im „Mannbuch“ des adeligen Geschlechtes von Bicken (Nähe Herborn) als „zehntpflichtig“ (steuerpflichtig) gegenüber der Familie „von Schelt“ (Nieder- und Oberscheld bei Dillenburg) bezeichnet. Das soll die „Geburtsurkunde“ von Biersdorf, das damals noch „Birstorff“ geschrieben wurde, sein.

1395
Der Biersdorfer Einwohner Gerlach Snell erscheint in einer Urkunde des Klosters Marienstatt. Er ist Zeuge vor Gericht in Daaden, als die Tochter des Ritters von Derschen dem Kloster eine Schenkung macht.

1413Biersdorf Geschichte 1414
Mit einem Viertel des Bickener „Zehnten“ in Biersdorf wird der Adelige Wigand von Widderbach belehnt.

1478
Die Biersdorfer Hütten bestanden schon in diesem Jahr. (2)

1528
Die Biersdorfer Mühle, die unter der Herrschaft des Grafen Seyn-Hachenburg steht, wird zum ersten Mal  erwähnt.

1561
Laut Mitteilung in der „Geschichte der ev. Kirchengemeinde des Kreises Altenkirchen“, erschienen 1933, stand in Biersdorf schon 1561 eine Kapelle, die 1757 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Das Gebäude stand in der Ortsmitte in der Nachbarschaft des Bergbaudenkmals und Brunnens.

1598
In der Saynischen Kirchenordnung wird verfügt, dass in jedem Kirchspiel eine Schule errichtet werden soll.

1605
Eine Hüttenverordnung, auch für die Biersdorfer Hütte, wurde erlassen.

1612
Biersdorf wurde in einer Urkunde erwähnt, wobei es um den über ein Jahrhundert währenden Streit mit der Gemeinde Herdorf wegen des Viehtränkens in der Sottersbach im Bereich der Herdorfer Gemarkung geht.

1618-1648
Durch den 30-jährigen Krieg hindurch und nach dem Westfälischen Frieden bleibt Biersdorf, wie auch Daaden, evangelisch.

1628
Die Schulpflicht, für Kinder von 6 bis 16 Jahre, wird eingeführt.

1708
Biersdorfer Grubenfelder (Erzlagerstätten) werden urkundlich nachgewiesen. Der Bergbau in Biersdorf ist jedoch wesentlich älter. Jede Grube hatte 128 Kuxsen.

1741
Die Biersdorfer Hütte durfte 84 Tage Eisen schmelzen. Die Einschränkung bezog sich auf den Mangel an Holzkohle.

1742
Es werden 51 Räuche gezählt. Es wird sich ernährt durch Berg- u.  Hüttenwerke wie auch Ackerbau. Es ist meist lutherisch, hat Waldungen und eine Kapelle. Der Füsseberg war Hochwald.

1757
Die baufällige Kapelle wird abgerissen.

1766
Ein Schulhaus mit Kapellensaal mit oberem Stockwerk wird in der Dorfmitte, erbaut. Die Glocke und die Uhr wurden von der Kapellengemeinde übernommen. Eine Hirtenwohnung wurde im hinteren Teil erstellt.

1776
Biersdorf hat in diesem Jahr 299 Einwohner und 29 Dienstboden. Von den 55 Räuchen sind 44 lutherisch und 11 reformiert.

1780
Die Cupfergrube „Glückshafen“ in Biersdorf bekommt vom Amt Friedewald Bergrechte. Huth Vergleich mit Herdorf.

1786
Die Biersdorfer Mühle, zu welcher Biersdorf, Niederdreisbach und Schutzbach „gebannt“ waren, geht in Erbpacht an den bisherigen Zeitpächter Joh. Peter Haubrich über. 1853 geht die Mühle in das Eigentum der Familie über.

Der Mahlzwang wurde 1845 aufgehoben. 1914 übernimmt der Müller Friedrich Lenz, Großvater von Manfred Lenz die Mühle durch Kauf. Er verunglückte beim schärfen des Mühlsteins tödlich.

1787
In Biersdorf werden 387 Einwohner in 59 Häusern gezählt.

Die Haubergsgenossenschaft besteht aus 57 Anteilseignern. 2006 waren es 146. Es kommt zu einem Vergleich zwischen den Haubergs-Beerbten und den übrigen Einwohner wegen der Hochwaldungen.

1797
Der Stollen Ohligerzug wurde angelegt. Er war 1800 m lang. Im 18. Jahrhundert wurde auf Kupfererz gegraben. In 1898 wird der Stollen still gelegt.

1809
Eine Beisassenordnung wird für Biersdorf erlassen.  Alle Rauchbesitzer haben unterzeichnet.

1815
Das Amt Daaden, Biersdorf gehört dazu, wird gegründet.

1816
Der Kreis Altenkirchen wird gebildet.

Biersdorf hat 304 Einwohner, der älteste ist 68 Jahre alt.

1818
Nach dem preußischen Gesetz vom 26. Mai durften Erze ins „Ausland“ verkauft werden. Die Nassau wer bis dato Ausland.

1821
Der Friedhof auf dem „Stöffel“ wird eingerichtet. Bis dato wurden die Verstorbenen auf dem Kirchspielkirchhof zu Daaden beerdigt.

1830/31
Die Biersdorfer Hütte ist eine der bedeutendsten im Kreis Altenkirchen und Siegerland. Der Stahlhammer war an dem Einlaufgraben  des Hüttenweier gelegen.

1834
Es wird ein Huth – Vergleich zwischen den Daadener und den Biersdorfer Viehbesitzern geschlossen.

1835
Es werden 435 Einwohner gezählt.

1837
Die Hirtenwohnung aus 1766, an dem Schulgebäude wird zur Lehrerwohnung umgebaut.

1840
Die reformierte und die lutherische Kirchengemeinde im Daadetal vereinigen sich zu einer unierten Kirche.

1845
In Biersdorf wohnen 465 Menschen.

1848
David Stein (Kirchen) erwirbt die Füsseberger Grubenfelder. Das Gebläse (Luftzylinder) der Biersdorfer Hütte wurde mit Wasserkraft angetrieben.

1850
Einer Zusammenlegung mit einer anderen Gemeinde wird widersprochen.

1853
Im Synodalbericht des Kreises Altenkirchen wird die ev. Gemeinschaft Biersdorf / Daaden genannt.

1857
Der MGV „Eintracht“ Biersdorf wird gegründet.

1864
Der Nachwächter soll alle ½ Stunde ein Glockezeichen geben. Hierfür erhielt er 31 Taler und einen Wagen voller Holz, zum heizen seiner Wohnung.

1866
Die Schürfrechte an Grube Glaskopf werden in Gewerke umgewandelt und neu verliehen

1868
Der Ausbau der Daadetal-Straße wird begonnen

Dem Lehrer Weber soll ein Stall und Futterschuppen gebaut werden. Es wird Einspruch erhoben.

1869
Die neue Daadetal-Straße von Grünebach nach Daaden wird dem Verkehr übergeben.

1872
Die Grube Füsseberg wird von Friedrich Krupp (Essen) gekauft.

1874
Die Standesämter werden eingerichtet.

Das Vereinshaus der Evangelischen Gesellschaft Biersdorf – Daaden wird gebaut.

1874 / 1875
Nach vorherigem Abbruch des 1757 erbauten Schulhauses (mit Kapelle) wird am gleichen Standort eine neue Schule mit 2 Lehrerdienstwohnungen erbaut, die auch mit einem Klassenraum für kirchliche Zwecke der Kirchengemeinde Daaden zur Verfügung steht. Das Schulhaus ist nach dem Schulneubau „Auf der Flur“ 1964 in den Besitz des Gewerbebetriebes Leicher übergegangen.

Karl Stolz wird zum Haubergsvorsteher gewählt. Das Amt behielt er 18 Jahre inne.

1876
641 Einwohner werden gezählt.

1877
Der evangelische Jünglingsverein Biersdorf (CVJM) wird gegründet.

1880
Der Hauerlohn auf der Grube „Füsseberg“ beträgt pro Schicht 2,50 Mark.

Förderung: 1880
1. Füsseberg      302 340 Ztr. Eisenstein.
2. Salome          171 700 Ztr.
3. Glaskopf         89 880 Ztr. Spatheisens.
4. Ohligerzug   221 680 Ztr. Brauneisens.
321 252 Ztr. Spatheisen.

1883
Bei der Lutherfeier 1883 wurde die Linde vor dem Kaisergärtchen der Name „Lutherlinde“ gegeben.

1884
Am 31. Mai wird die Biersdorfer Hütte stillgelegt und 1892 abgerissen.

1885

Ein Eisen-Hammerwerk in der „Schneisenbach“ wird in der Biersdorfer Schulchronik erwähnt.  (Siehe 1830).

Der Ort wird durch den Bau der Eisenbahn Betzdorf – Biersdorf an den Schienenverkehr angeschlossen. Biersdorfer Bürger hatten sich hiergegen massiv gewehrt.

1886

Die restliche Eisenbahnstrecke Biersdorf – Daaden wird in Betrieb gesetzt.

1887
Ein landwirtschaftliches Casino wird gegründet. Vorsitzender war C.E.Jung.

1887 / 1892
Die Biersdorfer Hütte, stillgelegt 1884, wird abgebrochen. Die mit Holzkohle gefeuerte Hütte konnten gegen die mit Koksfeuerung arbeitenden Siegerländer Hütten nicht mehr konkurrieren.

1888
Die 3 Kaisereichen werden gepflanzt.

1. Kaiser Wilhelm I.
2. Kaiser Friedrich
3. Kaiser Wilhelm II.

1889
Biersdorf erhält eine Postagentur.

1890
Großes Hochwasser. Der Bahndamm wird unterspült. Die Grube Füsseberg wird für 9 Jahre stillgelegt.

1891
Der Schichtlohn der Bergarbeiter beträgt zwischen 2,- und 2,10 Mark.

1893
Die „Freiwillige Feuerwehr“ wurde ins Leben gerufen. Sie war anfänglich 70 Mann stark. Später nur noch 40 Mann stark.

Ferdinand Stolz wird Haubergsvorsteher für 16 Jahre.

1895
152 Familien, 860 Einwohner leben in 128 Wohnhäusern.

Lehrer Keller beginnt mit einer Schulchronik von Biersdorf.

Am 1. April wird eine der Linden, vor der 1875 erbauten Schule, dem „Fürsten Bismarck“ geweiht.  Eine weiter dem Generalfeldmarschall Moltke gewidmet. 1883 gab es schon eine „Lutherlinde“ im Kaisergärtchen.

1896
Neues Ackerland wird durch umfangreiche Rodungen auf dem „Roland“ geschaffen.

1897
Die Grube Glaskopf arbeitet mit Zubuße.

1899
Der Tiefbau auf der Erzgrube „Füsseberg“ beginnt. 350 Bergleute sind beschäftigt.

1900
162 Familien, 956 Einwohner. Die Einwohnerzahl hat sich durch den Bergbau in knapp 50 Jahren verdoppelt. Es bestehen 4 öffentliche Backhäuser. (Backes)

Die Straßenbeleuchtung wurde durch Gaslaternen betrieben.

Die Grube „Ohliger Zug“ wird für 60.000 Mark an Friedrich Krupp AG, Essen, verkauft und vom „Füsseberg“ her für Erzförderung erschlossen. Die Gruben „Glaskopf“ und „Salome“ werden zusammengelegt. Glaskopf ist 336 m unter Talsohle tief.

Es werden 4 Pferde, 127 Rindvieh. Und Ochsen, 121 Ziegen, 54 Schweine, 159 Hühner und 30 Bienenstöcke gezählt.

Es werden 1422 Obstbäume gezählt.

1902
„An Geschäften sind vorhanden 7 Kaufläden, welche zum Teil auch Manufaktur- u. Kurzwaren führen, 1 Drogerie, 2 Metzgereien, 6 Wirtschaften, 5 Bäckereien, 1 Schuhgeschäft, 1 Mühle mit Wasser- u. Dampfbetrieb, 1 Uhrengeschäft, 2 Eisenhandlungen, 1 photographisches Atelier u. 1 Dachpfannenfabrik.

Früher war auch eine kleine Bierbrauerei vorhanden.

An Handwerker sind vertreten: Schneider, Schuster, Schmied, Schlosser, Schreiner, Wagner, Sattler, Uhrmacher, Maurer und Dachdecker.
Zimmermann und Klempner fehlen“.

Der Posaunenchor, unter Franz Ermert, und der Jünglingsverein Biersdorf-Daaden werden gegründet.

Der Bahnhof Biersdorf wird an Werktagen von acht Personenzügen und einem Güterzug passiert. Sonntags sollen  es sogar 12 Personenzüge laut Schulchronik gewesen sein.

1902 / 1908
Bis zu 80 Kroaten und Italiener sind bei Erd- und Bauarbeiten bei der Modernisierung der „Füsseberg“ -Übertageanlagen beschäftigt. Die Firma Friedrich Krupp investiert fast 1 Million Mark. Heute noch zu sehende Relikte aus dieser Zeit sind hohe Bruchsteinmauern (Stützmauern an dem Steilhang und die alte Mühle).

Ein Turnverein wird gegründet, der sich aber nicht lebensfähig erwies und sich bald wieder auflöste.

1903
Öffentliche Fernsprechzellen werden eingerichtet.

1905
Zur Grube Glaskopf werden drei Erzröstöfen gebaut aber nie in Betrieb genommen.
Ein Relikte ist noch zu sehen.

1906 / 1907
Der Tagelohn der Männer beträgt 3 Mark, für Frauen 1.50 Mark, der Schichtlohn der Bergarbeiter (Hauer) 5,60 Mark bis 5,80 Mark. Die Lebensmittelpreise sind je Pfund Schweinefleisch 80 Pfennig, Rindfleisch 0,75 Mark, Ochsenfleisch 0,80 Mark, Butter 1,40 Mark bis 1,50 Mark. Für einen Schichtlohn können somit 4 Pfund Butter gekauft werden!

1907
Der Friedhof auf der „Bölze“ wird angelegt. Vorher war er auf dem Platz hinter der alten Kapelle, „Auf dem Stöffel“ in der Nähe der Schule von 1914.
Heute ist das Grundstück im Besitz von Albert Jung.

Die Grube Glaskopf wird geschlossen und zum Abbruch verkauft.
Turm und Maschinenhaus blieben erhalten.

Bei den Reichstagswahlen errang Behrens im Amt Daaden die meisten Stimmen. Insgesamt gewann der National-liberale Krämer das Mandat.

1908
Im Februar dieses Jahres überschwemmte die Daade weite Teile des Ortes.
Es entstand großer Sachschaden.

Es wurde ein Bebauungsplan erstellt und 40.000,- M investiert.

Wegenetz im Hauberg wird erweitert.

1909
Die Kruppsche Konsumanstalt wird gebaut.
Billige Einkaufsmöglichkeiten für Bergarbeiter werden damit geschaffen.

Große Überschwemmungen durch Dauerregen in Tal.

1910
Es werden 1053 Einwohner gezählt. Unter Bürgermeister Karl Richter wurde eine Wasserleitung mit Quellfassungen in der Oberdreisbacher Gemarkung gebaut und in Betrieb genommen. Die Kosten beliefen sich auf 55.965,– Goldmark.

1911
Auf der Grube „Füsseberg“ werden pro Schicht zwischen 3 Mark bis 4 Mark verdient. Es werden 2 Rostöfen erstellt. Die Grube Ohliger Zug lief voll.

Ein Pfund Schweinefleisch kostet 1 Mark.

Es zeichnete sich eine große Dürre an. 3 Monate nur Sonnenschein und kein Regen.

Am 3.12. wird die VOBA Daaden gegründet.

1913 / 1914
Die Schule „Auf dem Stöffel“ wird mit 2 Klassen und 2 Lehrerdienstwohnungen für 51.000,– Mark gebaut. Das Gebäude wird nach 1963 für Wohnzwecke umgebaut und genutzt. Die elektrische Beleuchtung  wurde eingeführt.

1914
Am 31.7. ist der Ausbruch des Krieges 1914 / 18. Not und Elend bei der Bevölkerung sind hiermit verbunden. Lebensmittel werden teurer und sind zwangsbewirtschaftet.
Viele Väter und Söhne werden zum Kriegsdienst einberufen.

Die Biersdorfer Mühle geht durch Kauf von der Familie Haubrich in den Besitz des Müllers Friedrich Lenz, Großvater von Manfred Lenz, über.

Biersdorf erhält als einer der ersten Gemeinden im Amt Daaden elektrischen Strom.

1917
Louis Schneider aus Daaden, kaufte das Gelände der alten Hütte und baute ein Sägewerk, mit Wasserdampf-Antrieb, an diesem Standort.

1918
38 Väter und Söhne Biersdorfer Familien kehren vom Kriegsdienst als Soldaten nicht mehr in ihre Heimat zurück. Sie sind auf den Schlachtfeldern des unsinnigen Krieges und in den Lazaretten an ihren Kriegsverwundungen gestorben.

Bei der Grube Füsseberg standen 266 Arbeiter in Arbeit.

1919
Der SV-Biersdorf wird gegründet. Ein Sportplatz von 35 x 65 wird in der „Hölzernen Löhe“ gebaut und am Sommer 1921 eingeweiht, auch „Streuselkuchen“ genannt.
Am 24. August 1924 löst sich der Verein auf.

1923 / 1924
Die Förderung von Erz auf „Füsseberg“ liegt vier Monate still, da durch die französische Besatzung des Ruhrgebietes kein Erz von den Ruhrhütten abgenommen werden kann.

Die Reichsmark (RM) wird eingeführt.

Bei der Grube Glaskopf sind 80 Bergarbeiter in Arbeit.

1923 bis 1933
Infolge Nachkriegszeit und Weltwirtschaftskrise (1928) wird die Förderung auf „Füsseberg“ ständig gedrosselt und mehrmals stillgelegt. Die Grube Glaskopf kommt ganz zum erliegen. Die damit verbundene Arbeitslosigkeit wird zu einer großen Not in Deutschland und auch in Biersdorf.

1923
Die Inflation ist auf ihrem Höhepunkt. Das Deckgeld für eine Ziege kostet 60 Millionen Mark.

1924
Fünf Pferde, 71 Rindvieh, 86 Schweine und 245 Ziegen werden gezählt.

Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 wählen 480 Biersdorfer Paul Hindenburg, 56 Marx, 4 Thälmann(KPD).

1924 /1932
Zahlreiche Auswanderungen in die USA wegen Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen wirtschaftlichen Not.

1925
Die Grube Glaskopf kommt ab Mai ganz zum erliegen und wird als Luftschacht für die Grube Füsseberg genutzt.

Große Wohnungsnot. Die Baracken am Ortseingang in Richtung Niederdreisbach werden für Wohnungslose gebaut und erst 1971 abgerissen. Der Standort war auf dem Grundstück des jetzigen Hauses Ginsberg. Der Schichtlohn betrug für Bergleute rund 5,40 Mark.

Am 5. Sept. wird ein Turn- & Spielverein gegründet

1926
Große Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung auf den Wiesen zwischen Biersdorfer Weiher und dem Standort der Firma Krämer, auf der „Au“. Ein historisches Heimatfest und Festzug war hiermit verbunden. 15.000 Besucher kamen.

Die Planungen, die Daadetalbahn weiter zu bauen, wurden wegen der ungünstigen Steigungsverhältnisse nicht weiter verfolgt.

1927
Bedingt durch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse werden 233 Ziegen gehalten, damit die Kinder ihre tägliche Milch erhalten. In Daaden gabt es 361 Ziegen.
Eine Biersteuer wird eingeführt.

1928
Das Kriegerdenkmal in Biersdorf wird gebaut und im November eingeweiht.

„Auf der Burg“ sollen die Basaltlager abgebaut werden. Die Verträge waren unterschrieben. Der Abbau erfolgt nicht.

Eine große Auswanderungswelle nach USA und Afrika war zu verspüren.

1929
Die Auswanderungswelle hielt an. Die Arbeitslosigkeit zwang dazu.

Die Grube Füsseberg nahm den Betrieb am 1. März wieder auf.
Es werden Notstandsarbeiten ausgeführt.

1930
Die Feuerwehr erhält 100 m Schlauch mit Verkupplungen und einen Zuschuss.

1931
Höchststand der Arbeitslosigkeit. Im Amt Daaden kommen auf 1000 Einwohner rund 160 Arbeitslose.

1932
1386 Arbeitslose, darunter viele Bergleute aus Biersdorf werden im Amt Daaden gezählt.
Bei der Wahl zum Reichstag wählen in Biersdorf 378 Wähler die NSDAP, 94 die KPD, 42 die SPD, 60 den Evangelischen Volksdienst. Die ev. Frauenhilfe Daaden – Biersdorf wurde gegründet.

1933
Wegen der anhaltenden Arbeitslosigkeit werden Notstandsarbeiten durchgeführt. Wegebau, Straßenbau und ähnliche Arbeiten wurden verrichtet. Der Stundenlohn für einen Vater von 5 Kindern beträgt 55 Pfennig. Ledige erhalten 20 Pfennige.

1935 / 1936
Die Gruben „Füsseberg“ und „Friedrich Wilhelm“ werden durch einen Stollen verbunden.
Ab 1. 9.1936 kann der Füsseberger Schacht die gesamte Förderung der Verbundgruben „Füsseberg“ und „Friedrich Wilhelm“ übernehmen. Füsseberg hat 382 Beschäftigte.

1936
Durch den Spielführer der Deutschen Handballmannschaft, Artur Knautz, kommt bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin, eine Goldmedaille über Daaden nach Biersdorf.

Biersdorf hat 1173 Einwohner und 197 Häuser.

1936 / 1938
Grube „Füsseberg“ wird durch umfangreiche Baumaßnahmen zur modernsten Eisenerzgrube Europas. Die Grube erhält eine Aufbereitung und 8 Röstöfen von je 14 Meter Höhe. Beschäftigt sind 382 Arbeiter.

Ausgelöst wird der Aufschwung durch die Aufrüstung des NS-Reiches, die zum Krieg führte. Die Seilbahn Füsseberg -Wolf wird gebaut.

1939
Am 1. September beginnt der 2. Weltkrieg.

Die Einwohnerzahl beträgt 1.127 (Daaden 2.320).

Der Ev. Kindergarten wird seinen Bestimmungen übergeben.

1939 / 1940
Das Biersdorfer Feuerwehrhaus (heute Jugendzentrum) wird fertig gestellt.

1940 / 1942
Bau eines Neuen 1.500 Meter langen Förderstollens Zwischen „Füsseberg“ und „Friedrich – Wilhelm“

Die Familien der Eingezogenen wurden aus der Reichskasse unterstützt.

1942 / 1945
Zwangsarbeiter aus Russland, darunter Frauen und Mädchen, werden nach Biersdorf deportiert und müssen hier arbeiten. Sie schließen die Lücken, die durch Einberufung der Bergleute zum Kriegsdienst als Soldaten entstanden sind.

Bürgermeister war Erhard Schmidt.

1943
Not bei der Versorgung mit Lebensmitteln durch den Krieg. Um dies aufzubessern, werden 7 Pferde, 27 Kühe, 239 Ziegen, 125 Schweine und 419 Hühner trotz der großen Futterknappheit gehalten.

In Biersdorf gibt es 183 Bienenstöcke.

1944
In Biersdorf wohnen 121 Menschen, die durch den Luftkrieg ihre Wohnungen und Häuser in den bombardierten Städten verloren haben. Die Wohnungsnot wird dadurch immer größer, da seit 1939 durch die Kriegswirtschaft keine Häuser mehr gebaut wurden.

1945
Am 28.3. wird Biersdorf von amerikanischen Truppen besetzt. Der leidvolle und unsinnige Krieg ist zu Ende. Noch mehr Männer als im ersten Weltkrieg kehren nicht mehr in die Heimat zu ihren Familien zurück, da sie bei den Kriegsereignissen den Tod erlitten haben. 47 Soldaten sind gefallen, 24 Soldaten sind vermisst. Siehe hierzu „BIOGRAPHIE“ Gustav Heinrich Stolz.

Die Ernährungslage, bedingt durch die Kriegsfolgen, ist katastrophal. Tagesration ist: 200 Gramm Brot, 18 Gramm Fleisch, 7 Gramm Fett, 15 Gramm Zucker.

1946
Am 9. Feb. wird die Kreis- CDU in Altenkirchen gegründet.

1948
Am 21. Juni wir die Reichsmark um 1:10 abgewertet. Jeder Bürger bekam 40,–Deutsche Mark. Später noch mal 20,–DM

Nach dem Mistrauensantrag der SPD im Gemeinderat legte der Bürgermeister sein Amt nieder. (Alfred Stolz)

1949
Die Gründung des Wohnungsbauwerkes „Füsseberg“ ist ein Segen für die Bergleute.

1950
Die Einwohnerzahl beträgt 1.280, darunter 26 Heimatvertriebene.

1951
Am 30. Mai wird Willi Richter zum Amtsbürgermeister gewählt.

1952
Willi Richter, Amtsbürgermeister und Haubergsvorsteher verstirbt auf einer Dienstreise an einem Herzinfarkt.

Heinrich Zöllner wird zum Haubergsvorsteher gewählt.

1953
Auf „Füsseberg“ werden 360.000 Tonnen Erz gefördert.
Der Schichtlohn beträgt 15,50 DM für Hauer.

1954
Letzte Personenzugfahrt mit einer Dampflok auf der Bahnstrecke Betzdorf-Daaden.

1955
Am 01. April wird Herdorf ausgeamtet.

1956
In Biersdorf tragen sich 598 Bürger für den Anschluss an Nordrhein-Westfalen in die ausgelegten amtlichen Listen ein. (In Daaden waren es 1.111).

1957
Der MGV „Eintracht“ Biersdorf feiert sein 100 jähriges Vereinsjubiläum.
Ernst Moritz Ginsberg erhält die Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.

1959
Die Gründung des Sportvereins Biersdorf.

Das Richtfest der Siedlungshäuser auf dem „Glaskopf“ wird gefeiert, die Wohnungsnot ist hierdurch gelindert. Die Apparatebau Biersdorf GmbH, gegründet 1944 durch Walter Krämer, weitet sich aus und baut eine Fertigungshalle auf Daadener Gelände.

Am 01. Januar siedelt sich die Fr. Walter Henrich GmbH in Biersdorf an.

Willi Berris scheidet aus Altersgründen aus dem Schuldienst aus.

1962
Einweihung des Sportplatzes (80x120m) in der „Hölzernen Löhe.

Der Industrielle Walter Krämer erhält das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

1963
Am 6. Dez. wird die neue Grundschule „Auf der Flur“ eingeweiht.

Mit einem Kostenaufwand von 993.928,28 DM wird diese Schule gebaut. Hierzu gewährte das Land 325.000,– DM an Zuschüssen und 185.000,– DM an Darlehen.

1965
Am 26.3. wird die letzte Förderschicht auf der Grube „Füsseberg“, die 1046 m tief war und 18 Millionen Tonnen Erz gefördert hatte, verfahren.
Mit dem 31. März 1965 wurden die letzten beiden Gruben Füsseberg / Friedrich Wilhelm geschlossen. 435 Bergleute verlieren ihre Arbeitsstelle.
1956 waren auf „Füsseberg“ 1.049 Beschäftigte.
Die jahrhundert lange Epoche vom Erz zum Eisen ist zu Ende.

1966
Der neue Friedhof wird auf der Flur angelegt und nach 2 Jahren eine Friedhofshalle errichtet.

1967
Maschinen- und Behälterbau GmbH nimmt die Produktion auf.
Im Juli wird Pfarrer Steege in sein Amt eingeführt.

1968
Am 27. Mai beschließt der Gemeinderat den Verkauf der alten Schule, im Ortskern.
Die Glocke aus dem Turm wurde im Turm bei der neuen Friedhofshalle installiert. Es wurden 1639 Einwohner gezählt.

1969
Am 8.6. erfolgt die Zusammenlegung der Ortsgemeinden Daaden und Biersdorf durch Anordnung der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Ortsbürgermeister bis dahin war Willi Leicher. Erster Bürgermeister von Daaden/ Biersdorf war Ernst Rosenkranz.
Aus Protest beteiligen sich die Biersdorfer Vereine  und Einwohner nicht an der 750 – Jahrfeier von Daaden. Oberdreisbach und Weitefeld wurden ebenfalls zu einer Gemeinde Weitefeld zusammengelegt. Mauden blieb selbständig.

Der Mahlbetrieb der Biersdorfer Mühle wird eingestellt. Eine Futtermittelhandlung wird weiter betrieben. Die Mahleinrichtung bleibt erhalten.

Am 17.12. wird die Turnhalle der Grundschule Biersdorf ihrer Bestimmung übergeben, die auch von den Biersdorfer Sportvereinen genutzt wird. 200.000 Mark kostete der Bau, finanziert durch die damalige Erzbergbau Siegerland AG.
Dafür brauchte die Erzbergbau Siegerland AG die Übertageanlage der Grube „Füsseberg“ nicht abzubrechen und das Gelände nicht zu rekultivieren.

1970
Pfarrer Wilhelm Diehl scheidet im Alter von 70 Jahren aus dem Dienst aus und erhält das Bundesverdienstkreuz.

1971
Biersdorf-Daaden kommt durch Beschluss de Gemeinderates an die Wasserversorgung Kreis Altenkirchen.

1974
Die Rekultivierung des Füsseberggeländes wird durch die Ortsgemeinde Daaden durchgeführt.

1975
Ausbau des Sportplatzes in der Hölzernen Löhe.

1977
Vor hundert Jahren wurde der CVJM Biersdorf- Daaden durch den Prediger der Evangelischen Gesellschaft, Friedrich Wilhelm Pietsch, gegründet.

1980 / 1986
Ausbau der Ortsdurchfahrt Biersdorf – Daaden im Zuge der Landesstraße Betzdorf – Daaden.

1984
Die Daade trat über die Ufer und setzte Wiesen und Häuser im Tal unter Wasser.

1985
Die L280 von Metzgerei Schmidt bis Krämer wird ausgebaut.

1986 / 1987
Bau des Bürgersaales an der Grundschule Biersdorf.

1987
Wiedereröffnung des Jugendzentrums im ehemaligem Feuerwehrhaus Biersdorf.

1988
Das Biersdorfer Feuerwehrhaus wird durch einen Neubau in Daaden ersetzt.

1990
Gewerbliche Baufläche „Auf dem Roth“ und Bebauungsplan „Ohliger Zug“ wird beschlossen. Beides wird bis dato nicht ausgeführt.

Der TSG-Biersdorf wird gegründet.

1992
Das Stollenmundloch der Grube Füsseberg wird restauriert.

1993
Ein Wappen der Gemeinde Daaden, in der Biersdorf eingemeindet ist, wird erstellt.

1994
Initiiert durch den Ortschronisten Alfred Schneider, wurde vom 16. bis 19.9. die erste urkundliche Erwähnung von Biersdorf anno 1344 mit der „650 Jahrfeier“, zusammen mit „775 Jahrfeier Daaden“, verbunden mit einem historischen Heimatfest „Daaden und Biersdorf – Anno dazumal“ glanz- und gehaltvoll auf dem Marktplatz Daaden gefeiert. Die Biersdorfer Vereine – MGV „Eintracht“, Sportverein Biersdorf, CVJM Biersdorf – Daaden und der Turn- und Sportgemeinschaft Biersdorf trugen mit ihren kulturellen Beiträgen zum Gelingen des Festes bei. Vom Sport- und Gesangverein werden gemeinsam die Tradition des Bergbaus mit Förderturm, Stollen und Maschinenhaus sowie Grubenwagen dargestellt. Der TSG Biersdorf führt in mehreren Auftritten einen Dorfzirkus mit rund 50 Akteuren auf.

Der CVJM stellt die Tradition der „Doarer Bommel“ (Eisenbahn – Betzdorf – Daaden) mit einer Lokomotive und Wagen dar und trägt zur Unterhaltung der Kinder mit vielfältigen Aktionen bei.

An dem Fest nehmen insgesamt 22 Biersdorfer und Daadener Vereine sowie die Hermann-Gemeiner Regional-Schule und die Grundschule Daaden teil.

Im Oktober wird Friedrich Stolz, als Nachfolger von Heinrich Zöllner, zum Haubergsvorsteher gewählt.

Die Schachtsicherung der Grube Füsseberg wird vergeben.

1996
Die Sanierung des Ortskerns von Biersdorf hat begonnen.

1997
Die Sanierung des Unteren Mühlhofs und der Friedhofstraße (Holl) mit Bahnübergang ist abgeschlossen. Weitere Arbeiten sind ausgeschrieben.

1998
In diesem Jahr wird die in 1889 eingerichtete Poststelle geschlossen.

Am 12. November wird Hans Artur Bauckhage zum Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau im Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz, berufen. In 1999 wird er stellvertretender Ministerpräsident. Diese Ämter begleitete er bis Mai 2006.

Das Ministerium des Inneren bewilligt für die Sanierung des Ortsteils Biersdorf 500.000,– DM.

1999
Sanierung Unterer Mühlhof und Werrbach ist abgeschlossen. Die Haltestelle der Daadetal- Bahn wurde neu in der Ortsmitte angelegt und am 21.05. eingeweiht.

2000
Unterschutzstellung des Kutscherhauses am früheren Sägewerk.

Der neue City- Bahnsteig wird eingeweiht.

Der Bebauungsplan „Biersdorfer Hütte“ zur Realisierung eines Einkaufmarktes wird erstellt.

2001
Pfarrer und Superintendent Rudolf Steege wird nach 35 jähriger Tätigkeit in den Ruhestand  verabschiedet. Er war als Pfarrer für den unteren Pfarrbezirk zuständig.

Ein Teil der Gebäude des ehemaligen Sägewerkes auf der Biersdorfer Hütte wird

abgerissen und es entsteht ein neuer Einkaufsmarkt (REWE). Es wird eine Tempo 30-km/h Zone für die ganze Gemeinde Biersdorf eingeführt.

2002
Am 01.01. wird der EURO (€) in 12 europäischen Staaten eingeführt.

Vor dem Stollenmundloch der Grube Füsseberg wird eine Grubenlock von 1953 zur Erinnerung an den Erzbergbau in dieser Region aufgestellt.

Der Männer- und Jünglingsverein feiert sein 125 jähriges Bestehen.

Zum 100 jährigen Bestehen des Posaunenchors Biersdorf – Daaden wird unter anderem das dritte Siegerländer Posaunenfest in Daaden, am 30. Juni, ausgerichtet.  Siehe hierzu auch Chronik „100 Jahre Posaunenchor Biersdorf- Daaden“.

2003
Der Daadener Arzt Dr. Herbert Nickol verstirbt am 01.08.  im Alter von 83 Jahren.

2004
Am 25. April verstirbt der langjährige Verbandsgemeinde- und Ortsgemeindebürgermeister von Daaden, Günter Wolfram, im Alter von 74 Jahren.

Am 15. Nov. wird in Daaden die Poststelle geschlossen. Es bleibt eine Agentur.

Die ersten Wiesengräber werden in Biersdorf angelegt.

2005
In Erinnerung an die Schließung der Grube Füsseberg vor 40 Jahren veranstalten zwei Studenten eine außergewöhnliche künstlerische Illustration vor dem Stollenmundloch der Grube.

2006
Nach der Landtagswahl im März wurde Hans Artur Baukhage zum Stellvertreter des Landtagspräsidenten von Rheinland-Pfalz in Mainz berufen.

Wolfgang Quandel wird im Oktober zum Haubergsvorsteher gewählt und eingeführt.

2007
Der langjährige Verwalter des Heimatmuseums, Artur Oppermann, wird in den Ruhestand verabschiedet.

Bäckermeister Friedrich Scholl verkauft aus gesundheitlichen Gründen seine Bäckerei mit allen Verkaufsstellen.

Der CVJM Biersdorf- Daaden feiert sein 130-jähriges Bestehen.

Der Gemeinderat beschließt, dass die Ausbaukosten der Straßen auf alle Grundstückseigentümer der Gemeinde umgelegt werden.

2008
Der Daadener Turnverein „1908 e.V.“ feiert sein 100 jähriges Bestehen in der Jahnturnhalle. Es wurde eine Buchbroschüre erstellt.

2009
Die Firma Walter Henrich feiert ihr 50 jähriges Bestehen.

Der Posaunenchor Biersdorf-Daaden stellt aus Personalmangel die musikalische Bekleidung im VH, für einige Monate  ein.

Zum dritten Mal findet auf dem Sportplatz die Veranstaltung „Rock im Daadetal“ statt. „Das Daadener Land – wie es früher einmal war“ (Band 1) ist als heimatgeschichtliches Werk erschienen.

An der „Zukunftswerkstatt“ für alle Generationen wurde im Schloss Friedewald gearbeitet. Der Autor war an beiden Punkten beteiligt.

2010
Die Bäckerei Koppen, ehemals Scholl, stellt die Fertigung ein. Im Oktober Neueröffnung durch die ehemalige Mitarbeiterin Petra Rosenkranz.

„Das Daadener Land – wie es früher einmal war“, (Band 2), wird vorgestellt.

Die EV. Gemeinschaft Biersdorf / Daaden und der CVJM Daaden beschließen eine Fusion zu einem Verein. Der neue Vereinsname lautet „EV. Gemeinschaft und CVJM Daaden“. Der Bundes-CVJM unterstützt diese Veränderung nicht. Es wird ein neuer Name Gesucht: Evangelische Freie Gemeinde Daaden e.V. und CVJM Daaden e.V.

2011
Hans Artur Bauckhage scheidet nach 24 Jahren aus dem Landtag aus. Die FDP scheiterte an der 5 % Klausel. Er erhält die „Theodor-Heuss-Medaille“ und wird Ehrenvorsitzender der FDP im Kreis Altenkirchen.

Pfarrer Steffan Sorgatz wird eingeführt und ist für den unteren Pfarrbezirk zuständig.

Die beschädigte Pater-Pio-Statur am Bahnhof wird durch eine neue Bronzefigur ersetzt.

Durch Gemeinderatsbeschluss nahm  Biersdorf an einem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Es werden 1226 Einwohner gezählt.

Sechs Senioren renovieren den noch einzigen „Backes“ in Biersdorf. Die Einweihung fand am 22. Okt. statt. Es wurden 148 Brote und 56 Kartoffelkuchen gebacken. Es war ein kleines Dorffest. Zur Weihnachtsfeier des MGV- Biersdorf,  wurden noch einmal 120 500g Brote gebacken.

„Advent in den Straßen“ 2011 fand am Mittwoch, den 7. Dezember am Backes Biersdorf statt.

Am oberen Füsseberg, am „Brückenstollen“, wurde eine Fledermaus-Schleuse installiert.

2012
Biersdorf sollte in diesem Jahr wieder an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Aus Mangel an Beteiligung auf Kreisebene wurde alles abgesagt.

Durch Funk und Fernsehen, in der Sendung „Ehrensache“, wurde das Rentnerteam „Backes Biersdorf“ landesweit bekannt gemacht.

Die Seniorengruppe hat das Gefallendenkmal restauriert und dazu ungefähr 600 Arbeitstunden investiert.

Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land brachte eine Zusammenstellung über die Erzgrube Füsseberg im Bürgersaal Biersdorf zur Ausstellung.

Der ev. Posaunenchor CVJM Biersdorf/Daaden stellt am 31. Dezember seine Tätigkeit ein. Damit geht eine 110-jährige Ära der christlichen Blasmusik in Daaden/Biersdorf zu Ende.

2013
Innenminister Lewentz, von der Landesregierung aus Mainz, erläuterte am 06. Mai die Notwendigkeit der Zusammenlegung der Verbandsgemeinde Daaden  und der Stadt Herdorf. Beide Gremien lehnen dieses Ansinnen ab.

Die Grundschule auf der „Flur“ feiert am 15. Juni ihr 50 jähriges Jubiläum.

Die von der Gemeine errichtete Grillhütte auf dem ehemaligen Füsseberggelände wurde wegen Vandalismus abgerissen.

Wegen Verunreinigung des Trinkwassers mit Keimen musste das Wasser eine Woche lang abgekocht werden.

Am 16. Juli wurde von der Seniorengruppe ein Kreuz aus VA-Material auf der Lay errichtet, es ist 8,5 m hoch hat eine Spannweite von 5 m und wiegt ca. 200 kg.

Die L280 zwischen Biersdorf und Niederdreisbach wurde saniert.

Eine Antwort auf Geschichte

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